E-Nummern: Unterschied zwischen den Versionen

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Emulgatoren sind Stoffe, die die Funktion haben, zwei ursprünglich nicht miteinander vermischbare Flüssigkeiten zu vermischen. Beispielsweise hat man die Möglichkeit mithilfe eines Emulgators Wasser und Öl zu vermischen. Sie verstärken das Gelierverhalten und vereinfachen die Einstellung bestimmter geschmacklicher Eigenschaften eines Produktes.
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E-Nummern werden für die Kennzeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen verwendet. Dabei steht das E für Europa, jene Nummern sind innerhalb der europäischen Union also einheitlich. Gemäß ihrer technologischen Funktionen werden die Lebensmittelzusatzstoffe in verschiedene Gruppen unterteilt. Dazu gehören Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxydantien, Emulgatoren, Stabilisatoren, Säuerungsmittel, Gelier- und Verdickungsmittel, Verschiedene Lebensmittel-Zusatzstoffe, Überzugsmittel und Sonstige Zusatzstoffe.
  
Wenn in einem Produkt Emulgatoren eingesetzt werden, muss es in der Zutatenliste deklariert werden, jedoch müssen die einzelnen Emulgatoren dabei nicht gesondert genannt werden.
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Für mehr Transparenz haben wir die am meist gefragten und kritischen E-Nummern im Nachfolgenden zusammengestellt.
Emulgatoren können einen pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprung besitzen.
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Für mehr Transparenz haben wir die am meist gefragten und kritischen Emulgatoren in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt.
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|Agar-Agar
 
|Agar-Agar
 
|pflanzliches Geliermittel
 
|pflanzliches Geliermittel
|Wird mit Wasser aus den Zellwänden bestimmter Algenarten gewonnen
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|Wird aus bestimmten Rotalgenarten gewonnen. Es wird mit heißem Wasser aus den Zellwänden gelöst und als Verdickungsmittel und Füllstoff in Süßwaren, Würzzubereitungen und Joghurts eingesetzt
 
|unbedenklich
 
|unbedenklich
 
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|Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
 
|Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
 
|Mehlbehandlungsmittel und Emulgator
 
|Mehlbehandlungsmittel und Emulgator
|Herstellung aus Glycerin und pflanzlichen oder tierischen Speisefettsäuren. Heutzutage wird es überwiegend aus der Sojabohne gewonnen. Bei einem "tierischen" Ursprung kann es sich auch um Milch oder Eier handeln, für genauere Informationen bitte den Hersteller kontaktieren.
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|Herstellung aus Glycerin und pflanzlichen oder tierischen Speisefettsäuren. Heutzutage wird es in der Regel immer aus der Sojabohne gewonnen. Bei einem "tierischen" Ursprung kann es sich auch um Milch oder Eier handeln. „Tierisch“ in Form von Fetten kommen heutzutage in der Praxis nicht vor. Für genauere Informationen bitte den Hersteller kontaktieren.
|Bei einer pflanzlichen Gewinnung=unbedenklich
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|unbedenklich, da ein Ursprung aus tierischen Fettsäuren (ausgenommen von Milcherzeugnissen) heutzutage ausgeschlossen werden kann
Bei einer tierischen Gewinnung (außer aus Eiern oder Milch)=bedenklich
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!E476
 
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|Geschmacksverstärker
 
|Geschmacksverstärker
 
|Wird durch eine chemische Reaktion aus bestimmten Säuren oder Stoffen hergestellt
 
|Wird durch eine chemische Reaktion aus bestimmten Säuren oder Stoffen hergestellt
|unbedenklich
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|Glutamat ist zwar frei von tierischen und alkoholischen Bestandteilen, jedoch sind laut Studien die gesundheitlichen Nebenwirkungen nicht vollständig auszuschließen, sodass von einem Verzehr abgeraten wird.
 
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!E904
 
!E904
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|Überzugs- und Trennmittel
 
|Überzugs- und Trennmittel
 
|Das Sekret wird von der Haut der Schafe ausgeschieden und durch Extraktion aus der Wolle gewonnen
 
|Das Sekret wird von der Haut der Schafe ausgeschieden und durch Extraktion aus der Wolle gewonnen
|unbedenklich
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|es wird divers beurteilt
 
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!E920/E921
 
!E920/E921
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|Mehlbehandlungsmittel aus tierischem oder synthetischem Ursprung
 
|Mehlbehandlungsmittel aus tierischem oder synthetischem Ursprung
 
|Die Aminosäure (Cystein) wird mithilfe von Salzsäure aus Keratin gewonnen, welches von Hörnern, Borsten oder Federn stammen kann. Eine synthetische Herstellung ist auch möglich
 
|Die Aminosäure (Cystein) wird mithilfe von Salzsäure aus Keratin gewonnen, welches von Hörnern, Borsten oder Federn stammen kann. Eine synthetische Herstellung ist auch möglich
|tierischer Ursprung=bedenklich
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|tierischer Ursprung=bedenklich  
 
synthetischer Ursprung=unbedenklich
 
synthetischer Ursprung=unbedenklich
 
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Version vom 8. September 2019, 00:58 Uhr

E-Nummern werden für die Kennzeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen verwendet. Dabei steht das E für Europa, jene Nummern sind innerhalb der europäischen Union also einheitlich. Gemäß ihrer technologischen Funktionen werden die Lebensmittelzusatzstoffe in verschiedene Gruppen unterteilt. Dazu gehören Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxydantien, Emulgatoren, Stabilisatoren, Säuerungsmittel, Gelier- und Verdickungsmittel, Verschiedene Lebensmittel-Zusatzstoffe, Überzugsmittel und Sonstige Zusatzstoffe.

Für mehr Transparenz haben wir die am meist gefragten und kritischen E-Nummern im Nachfolgenden zusammengestellt.



E-Nr. Name Erläuterung Herstellung Einstufung
E120 Karmin einziger tierischer Farbstoff gewonnen durch Extraktion aus weiblichen Schildläusen

synthetische Gewinnung= Cochenillerot A (E124)

hanafitische+schafiitische+hanbelitische Rechtsschule=bedenklich

nach malikitischer Rechtschule=unbedenklich

E150 Zuckerkulör brauner/schwarzer Farbstoff gewonnen aus der Erhitzung von Zucker mit Säuren oder Laugen unbedenklich
E160a Carotin, Beta-Carotin, Provitamin A gelb-rötlicher Farbstoff Können durch chemische Extraktion aus pflanzlichen Substanzen wie Tomaten, Karotten, Roter Paprika, Eigelb, Nektarinen und weiteren Obst- und Gemüsesorten gewonnen werden. Eine Herstellung kann ebenfalls synthetisch als auch aus Mikroorganismen erfolgen. Carotin ist in Öl löslich, jedoch kann Gelatine als Trägerstoff fungieren (meistens wird Fischgelatine eingesetzt). Alternativ ist Stärke als Trägerstoff ebenfalls vertreten. unbedenklich, sofern kein Gelatine (ausgenommen Fischgelatine) als Trägerstoff verwendet wird
E322 Lecithin pflanzliches Mehlbehandlungsmittel und Stabilisator Wird meist aus der Sojabohne oder Hühnereigelb gewonnen unbedenklich
E334 Weinsäure (L+) Säurungsmittel und Stabilisator Weinsäure wird bei der Weinherstellung auskristallisiert und mehrmals mit heißem Wasser gewaschen, wodurch die Spuren vom Wein vollständig entfernt werden. Eine synthetische Herstellung ist ebenfalls möglich. Aufgrund der Istihala (vollständige Zustandsänderung) und der Reinigung=unbedenklich
E406 Agar-Agar pflanzliches Geliermittel Wird aus bestimmten Rotalgenarten gewonnen. Es wird mit heißem Wasser aus den Zellwänden gelöst und als Verdickungsmittel und Füllstoff in Süßwaren, Würzzubereitungen und Joghurts eingesetzt unbedenklich
E407 Carrageen Gelier- und Verdickungsmittel Wird aus den Zellwänden der Rotalgen gewonnen. Für die Extraktion wird heißes Wasser oder selten auch Alkohol (Ethanol) verwendet. Lösung aus Wasser=unbedenklich

Lösung aus Ethanol=wird durch Gelehrte unterschiedlich eingestuft

E412 Guarkernmehl pflanzliches Geliermittel Mehl einer Hülsenfrucht (Guarbohne) unbedenklich
E414 Gummi Arabicum pflanzliches Gelier- und Verdickungsmittel Pflanzensaft einer afrikanischen Akazienart unbedenklich
E415 Xanthan pflanzliches Gelier- und Verdickungsmittel gewonnen durch die Fermentation bestimmter Bakterien aus zuckerhaltigen Rohstoffen unbedenklich
E419 Johannisbrotkernmehl pflanzliches Gelier- und Bindemittel gewonnen aus den Samen der Früchte des Johannisbrotbaumes durch Hitzeeinwirkung unbedenklich
E422 Glycerin Feuchthalte- und Süßungsmittel Wird überwiegend aus pflanzlichen Fetten und Ölen gewonnen. Die Herstellung aus synthetischen oder tierischen Stoffen ist ebenfalls möglich. Bei einer pflanzlichen und synthetischen Gewinnung=unbedenklich

Bei einer tierischen Gewinnung=bedenklich

E440 Pektine pflanzliches Gelier- und Verdickungsmittel Wird meist aus Apfel- und Zitrusfruchtschalen gewonnen. Es besteht die Möglichkeit, das Pektin mithilfe von Ethanol auszufällen unbedenklich.

Extraktion aus Ethanol=wird durch Gelehrte unterschiedlich eingestuft

E471/E472 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren Mehlbehandlungsmittel und Emulgator Herstellung aus Glycerin und pflanzlichen oder tierischen Speisefettsäuren. Heutzutage wird es in der Regel immer aus der Sojabohne gewonnen. Bei einem "tierischen" Ursprung kann es sich auch um Milch oder Eier handeln. „Tierisch“ in Form von Fetten kommen heutzutage in der Praxis nicht vor. Für genauere Informationen bitte den Hersteller kontaktieren. unbedenklich, da ein Ursprung aus tierischen Fettsäuren (ausgenommen von Milcherzeugnissen) heutzutage ausgeschlossen werden kann
E476 Polyglycerin-Polyricinoleat Emulgator und technischer Hilfsstoff Künstliche Herstellung aus Glycerin und Polyricinolsäure unbedenklich
E621 Mononatriumglutamat Geschmacksverstärker Wird durch eine chemische Reaktion aus bestimmten Säuren oder Stoffen hergestellt Glutamat ist zwar frei von tierischen und alkoholischen Bestandteilen, jedoch sind laut Studien die gesundheitlichen Nebenwirkungen nicht vollständig auszuschließen, sodass von einem Verzehr abgeraten wird.
E904 Schellack Überzugsmittel aus Ausscheidungen von der Lackschildlaus Die Harzausschneidung der Lackschildläuse, welche sich von dem Saft bestimmter Bäume ernähren, wird gewaschen, gemahlen und in der Sonne getrocknet Nach manchen Gelehrten haram (verbieten die Speise von Läusen und deren Ausscheidungen)

Nach manchen Gelehrten halal (wird mit der Honiggewinnung verglichen)

E913 Lanolin/Wollwachs Überzugs- und Trennmittel Das Sekret wird von der Haut der Schafe ausgeschieden und durch Extraktion aus der Wolle gewonnen es wird divers beurteilt
E920/E921 Cystein Mehlbehandlungsmittel aus tierischem oder synthetischem Ursprung Die Aminosäure (Cystein) wird mithilfe von Salzsäure aus Keratin gewonnen, welches von Hörnern, Borsten oder Federn stammen kann. Eine synthetische Herstellung ist auch möglich tierischer Ursprung=bedenklich

synthetischer Ursprung=unbedenklich

E951 Aspartam Süßstoff und Geschmacksverstärker Herstellung aus zwei synthetisch hergestellten Aminosäuren Aspartam ist zwar frei von tierischen und alkoholischen Bestandteilen, jedoch sind laut Studien die gesundheitlichen Nebenwirkungen nicht vollständig auszuschließen, sodass von einem Verzehr abgeraten wird.